Alpenwanderung vom 30.7. - 2.8.26
- Norbert Gmeiner
- vor 10 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Nach langer Anfahrt und bei der schon gewohnten Hitze erreichte unsere Wandergruppe mit 11 Personen gegen Mittag den Startpunkt in Ramsau bei Berchtesgaden und startete vom Parkplatz Wimbachbrücke ins noch enge Tal hinein. Schon bald öffnete sich das Tal und der Weg führte mäßig, aber stetig ansteigend über den gewaltigen Schuttstrom des Wimbachgrieses zwischen den Steilwänden von Watzmann und Hochkalter. Vorbei am historischen Wimbachschloss erreichten wir die Wimbachgrieshütte (1.327 m). Am nächsten Tag ging es ab der Wimbachgrieshütte steil hinauf zum Trischübelpass (1.774 m), dem tiefsten Einschnitt zwischen Watzmann und den Palfelhörnern. Vom Trischübel verlief der Weg dann weiter bergauf in Richtung Hundstodgatterl (2.188 m), immer in der Sonne. Am Gatterl überschritten wir die Grenze nach Österreich und folgten dem Weg durch die mondartige Karstlandschaft des Steinernen Meeres bis zum Ingolstädter Haus (2119 m). Zum Abschluss des Tages bezwangen einige von uns noch den Kleinen Hundstod (2.264 m) bzw. den Großen Hundstod (2.583 m). Am dritten Tag musste die Tourenplanung angepasst werden, weil Regen bzw. Gewitter angesagt waren. Weil sich nach Eintreffen an der Zielhütte unerwartet wieder blauer Himmel zeigte, konnte jede/jeder entscheiden, ob lieber ein Bad im Funtensee, eine kleine Gipfeltour zum Feldkogel (1.886m) oder beides ins persönliche Programm passte. Das Kärlingerhaus steht zwar „nur“ auf 1.631 m Höhe, der Funtensee, leicht unterhalb der Hütte gelegen, hält jedoch seit 2001 den Rekord für den kältesten Ort Deutschlands mit minus 45,9 Grad. Die Landschaft mit See und Hütte hätte nicht schöner erfunden werden können, es war Idylle pur. Weit weniger schön hingegen war die Tatsache, dass es auf der Hütte kein Wasser gab, nur ein kleines Rinnsal zum Hände waschen. Der letzte Tag begann mit einem langen Abstieg zum Königssee. Durch die berüchtigte Saugasse stiegen wir über 30 steilen Kehren durch eine Felsrinne abwärts, dann durch das Schrainbachtal hinunter zum Seeufer und, nach einem wunderbaren Bad im See, flach weiter zur Halbinsel St. Bartholomä. Von da aus dann mit dem Elektroboot nach Schönau und mit dem Bus zurück zu unseren Autos und dann heimwärts. Zum Abschluss dann noch eine Pizza in Offenburg. Es war die erste Alpentour ohne Alfons Rösch, der diesen Programmpunkt mehr als 30 Jahre für die Bergler angeboten hatte. Doch obwohl er uns gefehlt hat, haben wir doch von seinem Wissen profitiert, denn die Ausarbeitung der Tour war von ihm!


































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