top of page

Alpine Pfade und hohe Gipfel im Aostatal

Tourenführer: Alfons Rösch

Termin: 30.08.2025 – 02.09.2025

Teilnehmer: 7

Bericht: Ausgangspunkt der Tour war das hinterste Val Savaranche, ein

Seitental des Aostatales. Nach der Anfahrt über den Großen St. Bernhard

stieg man am ersten Tag bei bestem Wetter steil hinauf zum Rifugio Chabod

(2700m). Gutes Wetter war auch am nächsten Tag angesagt, die Hütte war

deshalb voll belegt. Auf herrlichem Höhenweg erreichte man am späten Vormittag das Rifugio Vitorio Emanuele (2700m). Die anschließend geplante Besteigung der La Tresenta (3609m) erwies sich als recht anspruchsvoll von der Wegfindung.

Trotzdem erreichte ein Teil der Gruppe den Gipfel. Ein grandioser Blick über das Wolkenmeer und zum Gran Paradiso entschädigte für den langen Anstieg.

Rechtzeitig zum Abendessen waren alle wieder an der Hütte angekommen.

Es war schon ein besonderes Erlebnis, dass wir an diesem Abend die einzigen Gäste auf der riesigen Hütte waren. Wie vorausgesagt, war das Wetter am dritten Tag richtig schlecht, Regen, Schnee und dicker Nebel wechselten sich den ganzen Tag ab. An den geplanten Aufstieg zum Gran Paradiso war nicht zu denken und so wurde diese Tour auf den letzten Tag verschoben. Tatsächlich hatte der Petrus ein Einsehen, als wir um 3.30 Uhr aus den Lagern krochen, leuchteten draußen die Sterne. Im Schein der Stirnlampen wurden die ersten Schneefelder erreicht, die Steigeisen wechselten vom Rucksack an die Bergschuhe. Bei Minusgraden und einigen Zentimeter Neuschnee erreichte man mit zwei Seilschaften den Gipfelaufbau. Bis zur Gipfel- Madonna auf 4061 Meter war nochmal volle Konzentration notwendig.

Der heikle Bergschrund und weitere Seilschaften auf der gleichen Route kosteten noch viel Zeit. Alle gaben ihr Bestes und so stand man kurz vor Mittag auf dem

einmalig schönen Gipfel mit der berühmten Madonna. Beim Abstieg ging es besser

voran als gedacht, lediglich die Stollen vom Neuschnee an den Steigeisen waren manchmal lästig. Nach kurzer Stärkung auf der Hütte wurde die restliche

Ausrüstung in den Rucksack gestopft, der Abstieg ins Tal und die Heimfahrt standen noch an. Auf der „letzten Rille“ kam man nach 2100 Meter Abstieg am Auto an.

Die Heimfahrt wurde zur Nachtfahrt, Dank des tollen Chauffeurs ging alles gut, es war eine Tour, die lange im Gedächtnis der Teilnehmer bleiben wird.


 
 
 

Kommentare


  • Facebook

©2021 Berg- und Wanderfreunde Schwaibach e.V.

bottom of page